Chronik: Pommersche Landsmannschaft Wermelskirchen 50 Jahre

Viele Pommern haben nach dem Krieg in Wermelskirchen eine neue Heimat gefunden.

Zunächst völlig zwanglose Zusammenkünfte dieser Vertriebenen führten im Oktober 1952 in der Gaststätte „ Centrale“ zur Gründung einer Ortsgruppe Wermelskirchen der Landsmannschaft Pommern.

1. Vorsitzender: Hertel, Walter Steueramtmann 2. Vorsitzender: Dahlke, Ernst

Bei einer späteren Zusammenkunft wurde der Vorstand komplettiert.

1. Vorsitzender: Hertel, Walter 2. Vorsitzende: Kramer, Kurt

Hauptkassierer: Dahlke, Ernst Kulturwart: Moldenhauer, Wilfried

Beisitzer: Eine Lehrerin, Name nicht mehr bekannt Bezirkskassierer: Frau Weiher, Herr Blank, Frau Klotz, Gerd Vanselow.

Gerd Vanselow ist als Gründungsmitglied heute noch im Vorstand als Kulturwart tätig.

Die erste Veranstaltung der jungen Ortsgruppe war ein Frühlingsfest im Mai 1953 in der Gaststätte „Zum Anker“. Nachher wurden die Räumlichkeiten hier zu klein und die Pommern siedelten zur Gaststätte „Centrale“ über. Diesen ersten Veranstaltungen folgten Kulturabende, Weihnachtsfeiern, Frühlingsfahrten und später die legendären Erntefeste, die zu einem festen Begriff im jährlichen Kulturgeschehen von Wermelskirchen geworden sind. Die Gründung der Landsmannschaft hatte folgende Ursachen:

Das Heimatliche Kulturgut und Brauchtum zu pflegen; Pommerschen Landsleuten bei der komplizierten Antragsstellung auf Hausratshilfe und Lastenausgleich behilflich zu sein. Nebenbei konnte der damalige Vorstand, mit Hilfe der Stadt und Kreisverwaltung, einigen Landsleuten zu Eigenheimen und Nebenerwerbssiedlungen verhelfen.

Aus gesundheitlichen Gründen trat Walter Hertel 1958 vom Vorsitz zurück. Zum neuen Vorsitzenden wurde Ernst Dahlke gewählt. Während seiner Amtszeit verstand er es „junge Landsleute“ um sich zu scharen. Heidelore Seidel, Luise Kleiner, Horst Bottige, Gerhard Schwerdtfeger, Hans-Rudi Weiher und Jürgen

Weiher. Durch ständigen Zugang von neuen Mitgliedern ist aus der ursprünglich kleinen Pommerschen Landsmannschaft Wermelskirchen eine große, fest zusammenhaftende Gemeinschaft geworden.

Als auch Ernst Dahlke aus gesundheitlichen Gründen den Vorsitz nicht mehr weiterführen konnte und zurücktrat, wählten die Pommern Jürgen Weiher am 2. März 1966 zum 1. Vorsitzenden. Jürgen Weiher, selbst ein Mann der jüngeren Generation, gewann weitere junge Pommern zur Mitarbeit im Vorstand. Er und seine Mitarbeiter haben es sich zur Aufgabe gemacht, das pommersche Brauchtum und Kulturgut nach alter Väter Sitte zu pflegen.

Im Laufe der Jahre hat sich der Vorstand durch Tod und Umzug ständig verändert. Stellvertretend für alle sei eine Person genannt: Karl Kloske, ein Mann der ersten Stunde und lange Jahre 1. Kassierer und 2. Vorsitzender. Karl Kloske hat Jahrzehnte die Erntekrone gebunden. Ihm gehört ein besonderer Dank, die Jahreshauptversammlung erhob ihn zum Ehrenmitglied.

Besonders hervorzuheben ist der Pommersche Kulturtag mit den Städten Remscheid, Solingen, Wermelskirchen und Wuppertal auf Schloß Burg zur Erhaltung der Gedenkstätte des Deutschen Ostens. Hier findet eine hervorragende kooperative Zusammenarbeit der einzelnen Städte statt.

Der Chronist wünscht der Pommerschen Landsmannschaft weiterhin für die Zukunft stets ein gutes Gelingen.