Geschichte Pommerns!

Schon weit vor Christi Geburt wurde das Gebiet Pommern durch Germanen besiedelt. Im 3. bis 6. Jh. verlassen die Germanen Pommern.
Wenden (Bewohner der großen Weide) wandern in Pommern ein und besiedeln das Land. Östlich der Oder wohnende Wenden werden später
als Pomoranen (die am Meer wohnenden bezeichnet. Westlich der Oder leben die Wilzen (Liutitzen). Heinrich 1. und Otto der Große versuchen,
ihren Herrschaftsbereich bis zur Oder auszudehnen. Etwa in der Hälfte des

10. Jh. wird der Handelsplatz Wollin angelegt.

995 erringen die Polen unter Herzog Boleslav I. nach langen, schweren und ver - lustreichen Kämpfen für etwa 30 Jahre die Herrschaft über
Hinterpommem.

1000 Das Bistum Kolberg wird von dem deutschen Kaiser Otto III. Errichtet und dem polnischen Erzbistum Gnesen unterstellt.
Es hat jedoch keinen Bestand.

11. Jh. Westlich der Oder kreuzen sich deutsche und dänische Interessen, sowie der Selbstbehauptungswille des slawischen Volkes.

1068 wird das Swantewit-Heiligtum auf Arkona religiöses Zentrum der heidnischen Slawen westlich der Oder, nachdem das Hauptheiligtum
Rethra zerstört wurde.

12. Jh. Im westlichen Hinterpommem entsteht unter Wartislaw ein Herzogtum des Greifengeschlechtes.

1120 Stettin wird von Herzog Boleslav III. Von Polen eingenommen. Die polnische Lehnshoheit wird anerkannt und die Verpflichtung auferlegt,
das Christentum anzunehmen.

1124 unternimmt Bischof Otto von Bamberg die erste Missionsreise nach Pommern.

1128 geht Otto von Bamberg auf die zweite Missionsreise nach Pommern. Diese Mal hat er mit Unterstützung des deutschen Königs Lothar von
Sachsen Erfolg. Pommern tritt zum Christentum über.

1138 stirbt Herzog Boleslav von Polen. Die polnische Oberhoheit über Pommern wir abgelegt.

1164 Die Pommern-Herzöge Kasimir 1. und Bogislaw 1. werden Lehnsleute Heinrich des Löwen.

1173 wird das Zisterzienser-Kloster Kolbatz gegründet.

1181 Zwischen Pommern und dem Deutschen Reich wird ein unmittelbares Rechtsverhältnis hergestellt.

1184 wird Pommern nach einer Seeschlacht im Greifswalder Bodden von Dänemark eingenommen.

1187 ist eine Kirchengemeinde St. Jakobi in Stettin beurkundet.

1227 Die Lehnshoheit wird nach einer Schlacht abgeworfen

1231 Die Markgrafen von Brandenburg erhalten die Oberlehnshoheit Pommerns.

1243 Stettin erhält von Bamim I. Magdeburger Stadtrecht in einer neuen Form (Stettiner Stadtrecht). Diese Stadtrecht bringt mehr Selbstbestimmung für die Bürger. Stettin wird Oberhof für alle Städte mit Stettiner Stadtrecht

1245 - 1268 erhalten Altdamm, Gartz/Oder, Greifenhagen, Gollnow, Pölitz, Pyntz und Stargard das Stettiner Stadtrecht.

1236 - 1259 Barth, Demmin, Greifswald, Kolberg und Wollgast bekommen Iübisches Stadtrecht.

1264 werden Pommem/Demmin und Pommern/Stettin vereinigt.

1266 - 1277 Die Städte Cammin, Köslin, Plathe, Treptow an der Rega und Wohin erhalten Iübisches Stadtrecht.

1273 - 1275 wütet der pommersch-brandenburgische Krieg.

1278 ist Stettin als Mitglied der Hanse bezeugt.

1280 Die Brandenburger erwerben Schivelbein und sind damit fast bis zur Ostsee vorgedrungen.

1283 wird erstmals eine Oderbrücke (vermutlich die Lange Brücke in Stettin) erwähnt.

1286 Der polnische Herzog Przemyslaw schenkt dem Templerorden das Land Draheim.

1295 wird Pommern aufgeteilt (Pommern/Stettin und Pommern/Wollgast).

1296 Kloster Hiddensee wird gegründet.

1307 Brandenburg erbt die Lande Lauenburg, Schlawe und Stolp.

1309 Der Deutsche Ritterorden erwirbt Pomerellen (Gebiet Lauenburg).

1310 Lübisches Stadtrecht erhalten Stolp und Neustettin.

1312 Das Land Schlochau wird vom Deutschen Ritterorden gekauft.

1320 gewinnt Pommern große Teile der Uckermark zurück.

1329 kauft der Deutsche Ritterorden das Land Bütow

1338 erhält Pommern die Reichsstandschaft verliehen, muß aber die Erbanwart schaft Brandenburgs anerkennen.

1341 Lauenburg erhält kulmisches Stadtrecht. Ebenfalls kulmisches Stadtrecht erhält Bütow.

1346-1347 Die Pommern-Herzöge erwerben das Land Schlawe.

1348 erreichen die Pommern-Herzöge die Aufhebung des Erbanfallrechts der Brandenburger. Die beiden Pommern-Herzöge befanden sich auf dem Höhepunkt ihrer Macht.

1354 Pommern erhält die östliche Uckermark zurück.

1370 Flatow erhält Magdeburger Stadtrecht.

1382 erhält Baldenburg kulmisches Stadtrecht.

1404 verstirbt die letzte wendische Frau. Plattdeutsch ist Umgangssprache und die amtliche Schriftsprache ist Latein.

1425 - 1478 wird Pommern durch Erbteilungen zersplittert.

1440 wird der Preußische Bund, eine Allianz des Adels und der Städte, gegen den Deutschen Ritterorden gegründet.

1456 Gründung der Universität Greifswald. Herzog Bogislaw X. beendet 1474 den Erbfolgestreit mit Brandenburg. und vereinigt 1478 ganz Pommern.

1487 Stettin wird zur ständigen Residenz der Pommern-Herzöge.

1493 erreicht Herzog Bogislaw X. die Aufhebung der von Brandenburg beanspruchten Lehnshoheit. „Pomerania“

1518 die erste Geschichte Pommern wird von Johann Bugenhagen geschrieben.

1521 erhält Herzog Bogislaw X. den kaiserlichen Lehnsbrief. Er führt zahlreiche Reformen durch. Die Wirtschaft und Kultur Pommerns nehmen
Aufschwung. In Pommern beginnt die Reformation.

1523 stirbt Bogislaw X.

1532 Pommern wird erneut geteilt

1550 erscheint in Basel die erste Landkarte von Pommern.

1570 wird in Stettin der Frieden zwischen Dänemark und Schweden (Dreikronenkrieg) geschlossen.

1616 erkennen die Bauern das Bauernlegen (Leibeigenschaft) an.

1625 Pommern wird durch den Regierungsantritt Bogislaw XIV. wieder vereint.

1627 wird Pommern vom 30-jährigen Krieg erfaßt. 50 - 70% der pommerschen Bevölkerung fallen dem Krieg zum Opfer.

1637 stirbt Bogislaw XIV., der letzte Fürst des pommerschen Greifengeschlechtes in Stettin. Schweden hält das Land besetzt.

1648 Beendigung des 30-jährigen Krieges. Schweden behält Vorpommern und die Odermündung. Hinterpommem kommt zu Brandenburg.

1668 Draheim wird endgültig an Pommern angegliedert.

1684 Preußen nimmt Glaubensflüchtlinge (Hugenotten) auf, die auch nach Pommern kommen und den Tabakanbau einführen.

1700 - 1721 Im nordischen Krieg zwischen Schweden und Rußland wird Pommern oft zum Kriegsschauplatz.

1713 wird das schwedisch besetzte Stettin von König Friedrich Wilhelm I. erobert.

1720 Im Stockholmer Frieden von bekommt Preußen von Schweden Altpommern bis zur Peene mit Gollnow, Stettin, Usedom und Wollin zugesprochen.

1727 Erstmals werden Kartoffeln angebaut

1747 wird Swinemünde Seehafen Preußens.

1748 Der zu Preußen gehörende Teil Pommems hat etwa 310.000 Einwohner.

1756 - 1763 Kolberg wird im 7-jährigen Krieg dreimal durch die Russen belagert.

1794 wird das allgemeine Preußische Landesrecht eingeführt.

1806 Nach der Niederlage der Preußen in der Schlacht von Jena wird Pommern von den Franzosen besetzt.

1813 - 1815 Befreiungskriege. Pommern wird wieder frei.

1816 fand die erste Volkszählung statt. Pommern zählt 683.000 Einwohner.

1843 Nur knapp 30 Jahre später zählt Pommern schon 1.106.000 Einwohner. Im gleichen Jahr wird die Eisenbahnlinie Berlin - Stettin gebaut.

1846 - 1870 Weiterbau der Eisenbahnlinie bis Danzig.

1862 - 1890 Der Pommer Otto von Bismarck ist preußischer Ministerpräsident, später auch Reichskanzler.

1871 Pommern und Preußen werden Bestandteil des 2. Deutschen Reiches.

1900 zählt Pommern bereits 1.635.000 Einwohner.

1914 - 1918 wütet der 1. Weltkrieg. Pommern wird verschont Durch den Versailler Vertrag muß der größte Teil der Provinz Posen-Westpreußen an Polen abgetreten werden.

1932 letzte freie Wahlen. Für Polen stimmen in Pommern nur 532 Personen (0,04%).

1935 - 1945 Nach Machtübernahme durch Hitler erfolgte eine fast generelle Gleichschaltung.

1938 wird der bei Deutschland verbliebene Teil der Grenzmark Posen-Westpreußen aufgelöst und Pommern angegliedert.

1939 zählt Pommern ohne die neuen Gebiete 2,394 Millionen Einwohner.

1939 - 1945 Der 2. Weltkrieg. Pommern wird stark in Mitleidenschaft gezogen. Die pommersche Bevölkerung flieht vor der anrückenden Übermacht der Roten Armee nach Westen und über die Ostsee.

8. Mai 1945 Kapitulation.

1945 - 1948 wird der größte Teil der deutschen Bevölkerung aus Hinterpommern vertrieben. Hinterpommern wird unter polnische Verwaltung gestellt.

1950 Am 5. August 1950 wird die „Charta der deutschen Heimatvertriebenen“ verkündet.

1954 übernimmt Schleswig-Holstein die Patenschaft für Pommern. Außerdem gibt es 73 Kreispatenschaften.

1966 Gründung der Stiftung Pommern in Kiel.

Am 26. Mai 1973 verabschiedet die Pommersche Abgeordnetenversammlung das „Manifest der Pommern“.

1981 800 Jahre Pommern. Es wird der Beschluss gefasst, ein Pommern-Zentrum in Lübeck-Travemünde zu errichten.

1988 Einweihung des Pommern-Zentrums.

1989 DDR-Bürger flüchten in die Botschaften der BRD in Budapest und Prag und harren aus, bis man sie in die BRD ausreisen läßt. Im November bricht das Staatsgebilde DDR zusammen.

1990 Die zerbrochene DDR wird in 5 Länder aufgeteilt. Unter anderem entsteht in  Verbindung mit Mecklenburg das Land Mecklenburg-Vorpommem.

Am 3. Oktober 1990 findet die Wiedervereinigung mit der BRD statt. Die Bundesrepublik besteht jetzt aus 16 Bundesländern.

1991 In den neuen Bundesländern Mecklenburg - Vorpommem, Brandenburg, Berlin, Sachsen Anhalt, Sachsen und Thüringen bilden sich so nach und nach - mit Hilfe der PLM, Bundesgruppe Pommern - Pommersche Landsmannschaften.