Die Gedenkstätte
des Deutschen Ostens
und der Vertreibung
auf Schloß Burg an der Wupper

Am Sonntag dem 03.07.2011 findet anlässlich des 60-jährigen Bestehens der Gedenkstätte die 19. große Kulturveranstaltung der Pommerschen Landsmannschaften der 4 bergischen Städte Remscheid, Solingen, Wermelskirchen und Wuppertal vor der "Gedenkstätte des deutschen Ostens und der Vertreibung" in Schloss Burg an der Wupper statt. Beginn um 14 Uhr. Programm hier!

Remscheider Generalanzeiger, 10.05.2010

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Bilder aus dem Inneren der Gedenkstätte

Kulturveranstaltung 2012

Kulturveranstaltung 2011

Kulturveranstaltung 2010

Kulturveranstaltung 2009

Kulturveranstaltung 2008

Kulturveranstaltung 2007

Kulturveranstaltung 2006

Die Gedenkstätte des Deutschen Ostens auf Schloß Burg an der Wupper ist im Batterieturm untergebracht. Eine am Eingang angebrachte Bronzetafel weist auf Geschichte und Bedeutung dieser Gedenkstätte hin. Ebenfalls befindet sich am Eingang zur Gedenkstätte die

Charta der deutschen Heimatvertriebenen.

Das Innere des mächtigen, 18 Meter hohen Innenraumes des Rundturmes wird durch das Mahnmal der Vertreibung beherrscht. Eine steinerne Gruppenplastik von Prof. Kurt Schwerdtfeger, die der Grundform des Raumes angepaßt ist, stellt eindrucksvoll eine Flüchtlingsfamilie in Lebensgröße dar. Die Familienmitglieder sind schutzlos einer Welt der menschlichen Not preisgegeben. Sie stehen mit dem Rücken eng aneinander gelehnt. In ihrer ganz auf das Wesentliche konzentrierten Wiedergabe, wird diese ergreifende Darstellung des Mahnmals der Vertreibung zu einem verpflichtenden Anruf, der zeitlos ist. 

Bronzebüsten von Immanuel Kant, kritisch-idealistischer Denker Ostpreußens, Josef Freiherr v. Eichendorff, mystisch-romantischer Dichter Schlesiens und Ernst-Moritz Arndt, Schriftsteller, Politiker und Historiker - Ernst-Moritz Arndt war 1848 Abgeordneter für Solingen in der Frankfurter Nationalversammlung - sind in der großen Turmnische aufgestellt. Sie weisen auf die geistige Welt des deutschen Ostens hin. 

Über den in die mächtige Turmmauer eingefügten Treppenaufgang gelangt man zu zwei Umgängen wo in verschiedenen Vitrinen Erinnerungsgaben, Kupfertafeln und Karten u.a. ausgestellt werden, die wechselnde Ausblicke auf die Gruppenplastik gestatten und dem Betrachter die Schönheit des Raumes erkennen lassen. Der oberste Umgang endet in einer kleinen Turmnische, in der wertvolle Erinnerungsgaben aufbewahrt werden, darunter Kupfertafeln zur Erinnerung an die Technischen Hochschulen in Breslau und Danzig, bleigefaßte Farbfenster zum Gedenken an ostdeutsche Stätten und an die Vertreibung. 

Vom mittleren Umgang gelangt man über ein Stück des Wehrganges in den Glockenturm, in dem drei ostdeutsche Glocken hängen, die auf dem Hamburger Glockenfriedhof den Krieg überdauert haben. Die wertvollste und bedeutendste Glocke ist die Anno 1736 in Königsberg gegossene große Silberglocke aus dem Dom der ostpreußischen Hauptstadt, und zwei kleinere Glocken aus der Jakobus-Kirche zu Breslau. Zum Gedenken erklingen die Glocken täglich wie einst in der ostdeutschen Heimat. 

Aus dem Bewußtsein der Verantwortung gegenüber dem deutschen Geiste, der aus den ostdeutschen Land­schaften wesentlich bereichert worden ist, soll die "Ostdeutsche Gedenkstätte" (die einzige ihrer Art in der Bundesrepublik Deutschland) eine Stätte der Begegnung der Menschen des deutschen Vaterlandes sein, die ständig daran erinnert, das aus dem deutschen Osten übernommene Erbe als einen lebendigen Besitz zu hüten und zu bewahren.

 

Zur Geschichte der Gedenkstätte 

1914 - 15

Wiederaufbau des Batterieturms, dessen Inneres in den folgenden Jahrzehnten im Rohzustand blieb.

1950 - 51

Erster Ausbau des Batterieturmes als "Ge­denkstätte des deutschen Ostens" nach Entwürfen von Prof. Heinrich Blecken, Technische Hochschule Breslau.

21. Oktober 1951

Einweihungsfeier der "Ost­deutschen Gedenkstätte" mit den von Prof. Bednorz geschaffenen Bronzebüsten, von Immanuel Kant und Freiherr Josef von Eichendorff in Anwesenheit des Bundespräsidenten Theodor Heuss. Drei Glocken vom Hamburger Glockenfriedhof läuten zum erstenmal auf Schloß Burg a. d. Wupper.

21. Oktober 1956

Feierliche Übergabe des von der Regierung des Landes Nordrhein-Westfalen gestifteten Glockenturms mit den Glocken aus Königsberg und Breslau.

1960

Ausschreibung eines Wettbewerbes zur endgül­tigen Ausgestaltung der Gedenkstätte durch den Arbeits­ und Sozialminister des Landes Nordrhein-Westfalen.

2. Juni 1962

Einweihung des Mahnmals der Vertreibung von Prof. Kurt Schwerdtfeger im Innenraum der Gedenkstätte, das eine Flüchtlingsfamilie darstellt, die schutzlos einer Welt der menschlichen Not preis­gegeben ist. Sie stehen deshalb mit dem Rücken an­einander gelehnt. 

Dezember 1975

Anbringung der Wappen der deutschen Provinzen Brandenburg, Ostpreußen, Pommern, Schlesien und Oberschlesien.

Oktober 1981

Gedenkfeier aus Anlaß des 30-jährigen Bestehens der "Gedenkstätte des deutschen Ostens"

29. Januar 1995

Feierliche Enthüllung der Ernst­Moritz-Arndt-Bronzebüste im Innenraum der Gedenkstätte. Ernst Moritz Arndt war 1848 Abgeordneter in der Frankfurter ''Nationalversammlung für Solingen.

Mai 1995

Die Ernst-Moritz-Arndt-Büste wurde von unbekannten Tätern der linken Szene aus der Gedenkstätte gestohlen und angeblich in der Wupper versenkt.

22. September 1996  

Feierliche Enthüllung einer neuen  Ernst­Moritz-Arndt-Bronzebüste im Innenraum der Gedenkstätte

Oktober 1996

Die "Gedenkstätte des Deutschen Ostens" besteht seit 45 Jahren.

Oktober 2001 

Die Gedenkstätte existiert seit 50 Jahren. Es wurde keine Feierstunde ausgerichtet.

 

Die Gedenkstätte soll an die 2,5 Millionen deutschen Menschen - meist Frauen, Kinder und alte Menschen, die bei Flucht und Vertreibung aus ihrer ostdeutschen Heimat von 1945 - 1950 auf grausame Weise ums Leben gekommen sind, erinnern. Sie soll aber auch Mahnmal sein gegen alle Vertreibungen in der Welt, die trotz internationaler Mahnungen bis auf den heutigen Tag noch immer geschehen und großes Leid über die Menschen bringen.

"Gedenkstätten erinnern uns an die Würde der Opfer und rufen gleichzeitig zur Wachsamkeit auf,
in der Zukunft mehr als in der Vergangenheit für Recht und Gerechtigkeit,
für Toleranz, Freiheit und Menschenrechte einzutreten"
(Erika Steinbach, MdB, Präsidentin des Bundes der Vertriebenen).

Die Gedenkstätte befindet sich seit längerem in einem ständigen Aus- und Umbau.
Geöffnet ist sie dennoch durchgehend oder man erhält den Schlüssel auf Anfrage an der Kasse
am Eingang zur Burg.
 

Der Eintritt ist frei.

Verschiedene Kulturveranstaltungen u.a. von der Landsmannschaft Ostpreußen ( Auskunft: 0211/395763 ) und der Pommerschen Landsmannschaft ( Auskunft: 0212/66901 ) werden jährlich im Rahmen der Gedenkstätte durchgeführt. 

Wir hoffen das alle, die diese Gedenkstätte besuchen, zum Nachdenken angeregt werden
und sich mit uns gegen alle Vertreibungen in der Welt und für Frieden und Freiheit einsetzen. 

Herausgegeben von

 Pommersche Landsmannschaft

Orts- und Kreisgruppen

Remscheid – Solingen – Wermelskirchen - Wuppertal