Gedanken an die Heimat
Gerhard Steinhöffel

Als die gold'ne Abendsonne
sandte ihren letzten Schein,
trieb man uns als Heimatlose
in die weite Welt hinein.

Traurig blickten uns're Augen
zu dem Heimatort zurück,
bis sich dieser dann entfernte
und entzog sich unser'm Blick.

Und so trieb man uns von dannen
und so zogen wir dahin,
Traurigkeit in unser'm Herzen,
hoffnungslos war unser Sinn.

Nun weil ich so fern der Heimat
in einem kleinen Kämmerlein ,
denk so oft an mein Zuhause.-
Ach , könnt' ich dort wieder sein!

Schnell die Zeit ist drauf vergangen
seit wir aus der Heimat fort.
Immer mehr hab ich' ich Verlangen
nach dem lieben Heimatort.

Einmal sah ich nachts im Schlafe
meinen lieben Heimat-Raum,
zweifelnd ich darauf erwachte,
denn es war nur ein Traum.

Ja, ich möchte doch so gerne
meine liebe Heimat seh'n,
möcht' die Heimatglocken hören
und im Wald spazieren geh'n.

Lieber Vater du dort oben,
hör' mein Bitten und mein Fleh'n,
laß mich in die liebe Heimat
doch nun endlich wieder zieh'n